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  Theravada Waldtradition
 
 




Buddhasockel, Rattanakosin-Stil

 

Die Waldtradition im Theravada-Buddhismus
 
 


Ajarn Man

Begründer


Ajahn Man Phuurithatto ( 1870 - 1949 ) gilt als Begründer der heutigen Waldtradition des Theravada Buddhismus.

Er wurde am 20. Januar 1870 in Ubol Rajadhani, im Nordosten Thailands, nahe der Grenze zu Laos als ältester von acht Geschwistern geboren.

Schon mit 15 Jahren wurde er Novize, und sehr schnell lernte er die Buddhistischen Suttas. Zwei Jahre später folgte er dem Wunsch seines Vaters und verliss das Kloster, mit dem festen Vorsatz, so bald wie möglich Mönch zu werden.

Als er 22 Jahre alt war, konnte er diesen Wunsch endlich realisieren.Nach seiner erneuten Orditation konzentrierte er sich auf die Vipassana Meditation. Mit den Ergebnissen dieser Meditation war er aber nicht sehr zufrieden, und er begann, an ihrem Wert zu zweifeln.

Eines Nachts hatte er einen Traum:

Er sah sich aus dem Dorf gehen, in den dichten, beinahe undurchdringlichen Urwald, bis er an eine grosse Wiese kam, die bis zum Horizont reichte.

Er ging weiter und bis er an einen riesigen, vor langer Zeit gefällten Baumstamm kam. Die Rinde war schon verrottet, und ein Ende des Stammes von Erde bedeckt.

Diesen Stamm, der nicht mehr wachsen konnte, verglich er mit seinen früheren Geburten und Toden, und er wusste, dass dieser Kreislauf beendet werden musste. Er erkannte, dass dies seine letzte Geburt gewesen sein könnte, wenn er sich nur weiter bemühte.

Ein grosses weisses Pferd erschien in seinem Traum. Er bestieg es und sofort galloppierte es mit ihm davon, zu einem reich verzierten Glaskasten, in dem das Tipitaka, die Bücher der buddhistischen Lehre, lag.

Er stieg vom Pferd um in dem Buch zu lesen. Er war am Ende der grossen Wiese angekommen, aber bevor er im Tipitaka lesen konnte, wachte er auf.

Dieser Traum gab ihm die Zuversicht, dass er in diesem Leben das Ziel der Befreiung erreichen könnte, wenn er sich sehr bemüht.

Er praktizierte die 13 Dhutange Übungen und Vipassana, die Aufmerksamkeit von Moment zu Moment. Er sah das weltliche Leben als den Urwald in seinem Traum: unübersichtlich und voller Gefahren und Leid. Das grosse weisse Pferd symbolisierte für ihn die Meditation und Askese, die ihn zu seinem Ziel bringen würde, dem Glaskasten mit dem Tipitake, dem Gelichnis für die endgültige Erlösung vom leidhaftigen Kreislauf der Wiedergeburten.

Damals erschienen die noch ganz seltenen Waldmönche der Landbevölkerung als recht unheimlich. Meditation war unüblich und wurde nicht als Bestandteil des Buddhismus angesehen. Manchmal liefen die Menschen, vor allem Frauen und Kinder weg, wenn sie von Weitem einen wandernden Waldmönch sahen.

Acariya Man hatte keinen kompetenten Lehrer finden können. Ihm wurde gesagt:"Damit hab ich keine Erfahrung, ich kann dir nicht helfen."

Ajahn Man verbrachte einen grossen Teil seines Lebens im Dschungel. Er lebte unter Bäumen, in Höhlen oder unter Felsvorsprüngen. Oft begegneten ihm gefährliche wilde Tiere. Sie halfen ihm, seine Angst endgültig zu überwinden.

Seltsamer Weise ist wohl noch nie ein Duthangamönch durch wilde Tiere zu Schaden gekommen. Es wird gesagt, dass die Tiere die Aura von Liebender Güte (metta) dieser Mönche spüren, vor ihnen keine Angst haben und sie deswegen in Frieden lassen.

Nachdem Ajahn Man sich mühevoll die Grundlagen und Feinheiten der Meditation selbst erarbeitet und seine Schwierigkeiten allein gemeistert hatte, kamen die Menschen zu ihm um zu lernen.



Sein regelmässiger Tagesablauf begann jeden Morgen mit Meditation im Sitzen und im Gehen. Nach dem Almosengang und dem Essen, meditierte we im Gehen bis Mittag. Falls notwendig machte er einen kleinen Mittagschlaf, um danach bis 4 Uhr im Sitzen oder Gehen weiter zu meditieren. Er fegte jeden Tag den Platz, an dem er lebte und badete danach. Mehrere Stunden rezitierte er buddhistische texte, meditierte sitzend mehrere Stunden, und schlif dann, höchstens 4 Stunden lang.

Gelegentlich verbrachte er auch die ganze Nacht in Meditation.

Seine Disziplin war beispielhaft. Ajahn Man ist bis heute einer der meist verehrten und geachteten Mönche, nicht nur in Thailand.

  
Geschichte

Anfang des 19. Jahrhunderts war das, was heute Thailand ist,in unzählige kleine Reiche, meuangs, aufgeteilt, die von dem mächtigen Bangkok unabhängig waren und nur Steuerabgaben leisteten.

Jedes dieser Gebiete hatte eine ganz eigene Kultur, Sprache und die buddhistischen Riten und Traditionen unterschieden sich oft von einem Dorf zum nächsten.

In der 3. Dekade es 19. Jahrhunderts entstand in Bangkok eine ganz neue Definition von Buddhismus. Gründer dieser Sekte war der damals 33jährige Prinz Mongkut, Sohn von König Rama II.

Während sein Bruder, Rama III den Thron bestieg, liess sich Mongkut als Mönch ordinieren. 27 Jahre lang, bis zum Tode seines Bruders, blieb er in der Robe. Er begründete die Thammayut-Sekte, die die theoretischen Studien der Pali-Texte in den Vordergrund stellte, neue Ordinationsrituale, eine andere Aussprache des Pali, eine unterschiedliche Weise, die Robe zu tragen, andere religiöse Feiertage und viele andere Neuerungen unterschieden dieses Nikaya von allen anderen.  Meditation fand in diesem sehr intellektuellen Konzept wenig Platz.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der siamesische König Chulalongkorn einen zentralisierten Staat mit festen Grenzen aufzubauen. Die Autonomie der Mueangs wurde aufgehoben. Die etwa 80 verschiedenen Sprachen wurden offiziell ersetzt durch das in Bangkok von einer gebildeten Elite gesprochene Thai. Lehrer, Beamte und Mönche wurden in die entlegentsden Provinzen geschickt, um die neue Sprache zu unterrichten. Auch die Religion sollte vereinheitlicht werden. Das Thammayut Nikaya, nun auch Mahanikaya genannt, sollte Staatsreligion werden, mit einem von Bangkok bestimmten Patriarchen als Oberhaupt und einer strengen Hirarchie.

Aber 80 % der Fläche des heutigen Thailand war damals mit dichtem Urwald bedeckt. Die kleinen Dörfer waren weit verstreut. Es konnte Monate dauern, sie mit Boot, Elefant oder zu Fuss zu erreichen. Unterwegs begegnete man Banditen,Tigern, Elefantenherden, giftigen Schlangen und vor allem der Malaria.

Man kann sich auch vorstellen, dass die Dorfbewohner nicht gerade glücklich über die Reform waren.



Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als das Militärregime versuchte, das Land mit Kriegsrecht völlig beherrschbar zu machen, erreichten diese Bemühungen auch die letzten Winkes des neuen siamesischen Staates.

Die wandernden Waldmönche waren recht wenig an den politischen Vorgängen in der Hauptstadt interessiert. Doch die Veränderungen konnten sie nicht unberührt lassen: Neue Asphaltstrassen, Abholzungen un grossem Umfang, Eisenbahnen und kriegerische Auseinandersetzungen auch im Urwald, beeinträchtigten die Lebensweise der Mönche ganz erheblich. Die Städte wuchsen, der Wald verschwand.

Heute muss ein Dhutanga Mönch oft viele hundert Kilometer mit der Eisenbahn oder dem Bus fahren, um die Ruhe und Abgeschiedenheit für sein meditatives Leben zu finden.




Buddha, Chiang Sean-Stil


Askesen

   
 - Das Tragen von Roben, die aus Lumpen zusammengenäht sind. Früher wurden Leichentücher vor der Kremation entfernt und für die Mönche in der Nähe des Verbrennungsplatze an Bäumen oder Sträuchern aufgehängt. Wenn ein Mönch eine Robe brauchte, konnte er sie sich aus so einem Tuch zusammannähen und mit Baumrinde oder dem Saft des Jackfruchtbaumes einfärben. Deshalb sind traditionell die Roben der Waldmönche braun.

- Nur die drei notwendigen Teile der Robe tragen: Sarong, die Hauptrobe (civara) und die äussere Robe (sanghati), die aus einem doppelt zusammengelegten Stück Stoff besteht. Die Regeln bezüglich der Roben sollen jede Eitelkeit verhindern.

- Nur das essen, was auf den morgentlichen Sammelgängen von Haus zu Haus(pindapata) gespendet wurde.



- Bei diesen Sammelgängen kein Haus auslassen.

- Nur einmal am Tag essen. Das Essen soll direkt aus der Almosenschale gegessen werden.

- Wenn man genug gegessen hat, nicht weiteressen. Die Regeln zum Essen sollen helfen zu erkennen, dass Essen nur Notwendigkeit, nicht etwa Vergnügen und Genuss ist.

- Im Wald leben.

- Unter einem Baum leben.

- Auf einem Leichenverbrennungsplatz leben. Diese drei Übungen helfen, Angst zu überwinden. Früher waren grosse Teile Thailands mit dichtem Urwald bedeckt. Häufig begegneten die wandernden Mönche Tigern, Elefanten und gefährlichen Schlagen.

- Mit jedem Schlafplatz, der sich einem unterwegs bietet, zufrieden sein. Ähnlich wie bei den Essensübungen soll auch hiermit Genügsamkeit und anspruchslose Zufriedenheit gelernt werden.

- Sitzen, stehen oder gehen, aber sich nicht hinlegen.




Lotusblütenknospe
© werner dackweiler
 



 
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